Strenge Kraftfahrzeugversicherung: Wie muss man sich bei Wild verhalten?

Foto: Gerd Pfaff/pixelio.de

Fast jeder Autofahrer kennt das Problem: Man ist in der Dämmerung oder in der Dunkelheit auf einer einsamen Landstraße unterwegs und plötzlich steht ein Tier auf der Fahrbahn. Instinktiv neigen die meisten Menschen dazu, dem Tier auszuweichen, um eine Kollision zu vermeiden. Manchmal lässt sich ein Zusammenstoß aber nicht vermeiden. Bereits in der Fahrschule wird aber immer wieder betont, dass man Wild nicht ausweichen soll. Die Schäden, die man durch ein Ausweichen verursacht, zum Beispiel weil man im Graben oder im Gegenverkehr landet, sind häufig höher, als sie bei einem Aufprall gewesen wären. Häufig zieht es die Kfz Versicherung deshalb vor, für den Schaden nicht aufzukommen. Aber hat sie damit recht?

Dass man einem Tier ausweichen möchte, ist wohl normal. Schließlich möchte man dem Fuchs oder dem Reh keinen Schaden zufügen. Vor der Versicherung hat man dennoch nicht zwangsläufig recht. Erst kürzlich entschied ein Gericht wieder einmal: Es kommt vor allem auf die Situation selbst an, ob Ausweichen oder Überfahren die richtige Wahl gewesen wäre. Das bedeutet im Grunde: Einen Fuchs oder einen Hasen zu überfahren, sollte immer die erste Wahl sein. Denn ein kleines Tier kann das Fahrzeug nicht beschädigen und ein toter Fuchs ist schwerverletzten Menschen oder teuren Blechschäden aus Sicht der Gerichte und Versicherungen vorzuziehen.

Anders verhält es sich, wenn man auf ein großes Tier wie ein Reh oder ein Wildschwein trifft. Da diese Waldtiere viel schwerer sind, sind auch die Schäden, die ein Zusammenstoßen verursachen würde, viel größer, als bei einem Kleintier. Hier sollte man besser ausweichen und das Risiko eines kleineren Verkehrsunfalls in Kauf nehmen.

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