Gilt die Winterreifenpflicht bei der Mofa Versicherung?

Rainer Sturm/pixelio.de

Die neue Regelung zu Winterreifen an Fahrzeugen ist ja schon undurchsichtig genug. Müssen es wirklich Winterreifen sein oder darf man zum Beispiel auch mit Ganzjahresreifen fahren? Auch Mofafahrer stehen jetzt vor einigen Fragen. Nicht nur, dass es sich auf zwei Rädern ohnehin schon schwer im Winter fährt und die Versicherung bei der Abwicklung eines Unfallschadens Probleme machen kann. Nachdem bekannt wurde, dass Autofahrer mit der falschen Bereifung den Schutz ihrer Kaskoversicherung riskieren, ist auch bei Mofafahrern die Sorge groß. Gerade hier passieren Unfälle schneller und natürlich möchte man auch rundum gut versichert sein.

Grundsätzlich gilt, dass auch Mofas eine passende Bereifung haben müssen, wenn Sie kein Ordnungsgeld und Ärger mit der Versicherung riskieren wollen. Letzteres passiert leicht unter dem Verdacht der groben Fahrlässigkeit. Wer keine passende Bereifung hat, könnte einen Unfall damit regelrecht herbeiführen. Denn auf der glatten Straße sind die Bremswege deutlich länger und man muss somit auch deutlich früher reagieren. Nur wenn die Versicherung im Vertrag ausdrücklich ausschließt, dass bei grober Fahrlässigkeit Leistungen eingeschränkt werden, ist man auch als Mofafahrer auf der richtigen Seite.

Damit die Versicherung keinen Grund zur Beanstandung hat, reicht es aber nicht aus, mit dem 1. Dezember oder dem meteorologischen Winterbeginn entsprechende Reifen aufzuziehen. Denn die Winterreifenpflicht gilt grundsätzlich immer dann, wenn Schnee und Eis aufkommen – und das kann auch im Oktober schon der Fall sein. Baut man unter diesen Umständen einen Unfall, dann ist es aus Sicht der Versicherung unerheblich, in welchem Monat man sich gerade befand. Einzig die Wetterlage und die Bereifung des Mofas spielen dann eine Rolle.

TAGS: , ,

0 Kommentare

Hinterlasse als erster ein Kommentar.

Hinterlasse ein Kommentar


Trackbacks