Kfz-Versicherung: Wildunfall gehört zu den häufigen Unfallursachen

Karamellzucker/flickr.com

Von Oktober bis Januar herrscht die Brunftzeit und in den Monaten April bis Juni kommen verstärkt Revierkämpfe vor. Das sind die Monate, in denen die häufigsten Wildunfälle passieren. Jährlich mehr als 200.000 Schäden werden der Kfz-Versicherung als Wildunfall gemeldet.

Autofahrer müssen in dieser Zeit besonders bei Überlandfahrten und im Dunkeln erhöhte Vorsicht walten lassen. Erste Vorsichtsmaßnahme ist eine angepasste Geschwindigkeit. Das Aufblenden von Fernlicht kann die Tiere eher verwirren und in die Lichtquelle locken. Sinnvoller ist es, abzubremsen und zu hupen, wenn ein Wildtier am Straßenrand auftaucht.

Die Kfz-Versicherung bei Wildunfall leistet für Schäden am eigenen Fahrzeug im Rahmen der Teilkasko. Schäden an anderen Fahrzeugen oder an Gegenständen sind über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Grundsätzlich sieht die Kfz-Versicherung als Wildunfall den Zusammenstoß mit Haarwild an. Darunter versteht man nach dem Bundesjagdgesetz Hirsche, Rehe, Dachse, Füchse, Wildschweine oder Otter.

Versicherungsnehmer sollten beim Abschluss einer Versicherung darauf achten, dass die Kfz-Versicherung den Wildunfall auch auf Nutztiere wie Pferde oder Ziegen ausweitet. Dies ist inzwischen bei vielen Anbietern problemlos möglich.

Entstehen Schäden am eigenen Fahrzeug, weil der Versicherte ein Ausweichmanöver gestartet hat, um die Kollision mit Haarwild zu vermeiden, ist dies im Versicherungsschutz der Kfz-Versicherung bei Wildunfall in der Regel enthalten. Durch das Ausweichmanöver konnten hier höhere Schadenkosten unter Umständen vermieden werden.

Ist es trotz aller Vorsicht zu einer Kollision mit einem Tier gekommen, muss der Autofahrer richtig reagieren. Die Unfallstelle muss abgesichert werden und vom verletzten Tier sollte man Abstand halten. Ist das Tier tot, kann es an den Straßenrand gezogen werden. Fotos als Beweis für die Versicherung sind hilfreich. Die Polizei muss verständigt werden, denn sie informiert den zuständigen Jäger.

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