Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrer

Die sonnige Jahreszeit ist gestartet und verstärkt begegnet man wieder Kradfahrern auf den deutschen Straßen. Leider wird gerade der Saisonbeginn immer wieder von folgeschweren Unfällen überschattet. Die meisten Motorradfahrer sind sich nicht im Klaren darüber, wie der kürzeste Bremsweg erreicht wird und dabei trotzdem die Stabilität des Zweirades erhalten bleibt. Sie sind unschlüssig, wie auf ein schlagartig auftauchendes Hindernis reagiert werden muss. Beim plötzlichen Auftreten derartiger Situationen im realen Straßenverkehr führen zu lange Überlegungen häufig zu fatalen Folgen. Der Fahrer hat nicht die Zeit, über sein Handeln zu reflektieren, er muss instinktiv richtig agieren! Auch erfahrene Biker können nach der langen Winterpause schnell in kritische Momente geraten.

Natürlich hat niemand Einfluss darauf, ob oder wie oft jemand in brenzlige Situationen gerät. Entscheidend und durchaus trainierbar ist aber die Meisterung dieser Umstände. Bei einem Sicherheitstraining für Motorradfahrer erhalten Teilnehmer die Möglichkeit, Ihr Verhalten in den unterschiedlichsten Konstellation zu üben. Es geht darum, grobes Fehlverhalten von vornherein zu vermeiden und auf sicherem Gelände ein Gefühl für das eigene Zweirad zu entwickeln. Alle Übungen müssen dem Fahrer in Fleisch und Blut übergehen, damit er im Ernstfall reflexartig reagieren kann.

Ein Motorrad ist längst nicht so wendig, wie viele Menschen denken. Die Grenzen im Straßenverkehr werden auf der einen Seite durch die Fahrphysik und Technik des Motorrades und auf der anderen Seit durch das Können und die Konstitution des Fahrers gesetzt. Neben Verhaltensweisen beim Auftreten einer akuten Gefahrensituation kommt auch die vorausschauende Fahrweise nicht zu kurz. Der Fahrer lernt Risiken korrekt einzuschätzen und so die Lage schon vorab zu entschärfen.

Fahrtrainings werden von vielen öffentlichen und privaten Unternehmen sowie Automobilclubs angeboten. Neben der Erhöhung der eigenen Sicherheit gibt es noch weitere Vorteile. Die Teilnahme an entsprechenden Seminaren wird von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften gefördert. Zum Teil besteht bei der R+V Versicherung und einigen anderen Anbietern sogar die Aussicht auf geringere Kfz-Versicherungsbeiträge.

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