Mietwagen: Kfz-Versicherung abschließen mit guter Leistung

Foto: Son of Groucho

Viele Versicherungsgesellschaften bieten ihren Kunden die Mallorca-Police an. Sie verbessert den Versicherungsschutz für Mietwagen. Dies ist in vielen Ländern bereits überflüssig. Die Autoversicherer in den Ferienregionen bieten inzwischen die Möglichkeit, den Standardversicherungsschutz für die Mietwagenversicherung so auszubauen, dass für den Fahrer kein Risiko mehr besteht. Wer also eine Kfz-Versicherung abschließen möchte, muss nicht zwangsläufig auf gelegentliche Mietwagenbuchungen Rücksicht nehmen.

Generell wurde die Mallorca-Police in den 80er Jahren eingeführt, um den in vielen Ländern sehr niedrigen Mindestversicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung auszugleichen und an die deutschen Vorgaben anzupassen. Damit sollte verhindert werden, dass Versicherungsnehmer mit ihrem Privatvermögen haften müssen, wenn die Deckungssumme der Mietwagenversicherung nicht ausreicht, um Verkehrsopfer angemessen zu entschädigen. Durch die weitgehende Europäisierung des Versicherungsrechts sind diese Zusätze, die man erhält, wenn man eine neue Kfz-Versicherung abschließen möchte, in den meisten Ferienländern überflüssig geworden.

Es gibt für die meisten Länder inzwischen eine einheitliche Mindestversicherungssumme, die deutlich höher liegt als noch vor dreißig Jahren. In Spanien galt zum Beispiel bis vor zehn Jahren eine Summe von 350.000 Euro pro Unfallopfer bei Personenschäden als Versicherungssumme. Dieser Betrag ist inzwischen pauschal für alle Geschädigten auf 70 Millionen Euro erhöht worden. In einigen Ländern ist die Deckung inzwischen unbegrenzt. Dazu gehören zum Beispiel Belgien, Großbritannien Irland oder Norwegen. In Polen hat man die ursprüngliche Deckungssumme von 600.000 Euro bei Personenschäden inzwischen etwa verdreifacht. Vergleicht man diese Beträge mit der in Deutschland vorgesehenen pauschalen Entschädigungssumme von 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden, sind die Differenzen weitgehend ausgeglichen worden. Auch im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung hat eine generelle Angleichung stattgefunden. Von dieser Nivellierung ausgenommen sind hier nur einige osteuropäische Staaten und Griechenland.

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