Beifahrer versichern zu lassen, kann sinnvoll sein

Foto: achimh/flickr.com

Wenn man einen Gebrauchtwagen kauft, möchte man sich in der Regel bei einer Probefahrt davon überzeugen, dass sich das Fahrzeug in einem technisch einwandfreien Zustand befindet. In der Regel hat der Verkäufer damit auch kein Problem, wenn er selbst am Steuer sitzt. In diesem Fall ist es auch nicht notwendig, den Käufer als Beifahrer versichern zu lassen, weil die bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung für alle Schäden des Beifahrers aufkommen wird.

Anders sieht die Situation aus, wenn der Käufer selbst die Probefahrt unternimmt und das ihm fremde Fahrzeug steuert. In diesem Fall würde bei einem selbst verschuldeten Unfall zwar auch die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden beim Unfallgegner aufkommen, nicht aber für Schäden, die am Fahrzeug des Verkäufers entstehen. Dafür würde der Verkäufer also den Käufer, der den Unfall verursacht hat, haftbar machen können. Es ist also vor dem Start zur Probefahrt ausgesprochen wichtig für Käufer und Verkäufer, sich über die Eventualitäten eines Unfalls im Vorfeld zu einigen.

Es gibt Versicherungsgesellschaften, bei denen man Beifahrer versichern lassen kann. Bei Personenschäden würde zum Beispiel eine Insassenunfallversicherung wirksamen Schutz versprechen. Eine Nachfrage beim Verkäufer nach dem Versicherungsschutz ist sinnvoll. Um versicherungstechnisch auf der sicheren Seite zu bleiben, empfiehlt es sich, die Probefahrt mit dem Verkäufer am Steuer zu unternehmen. Will man selbst fahren, sollten Straßen ausgewählt werden, die wenig befahren sind, damit sich der Käufer auf das ihm fremde Fahrzeug konzentrieren kann. Um den technischen Zustand des Fahrzeuges realistisch beurteilen zu können, sollte bei einer Probefahrt auch immer ein Stückchen Schnellstraße oder Autobahn gefahren werden. Auch die Überprüfung von Motor, Getriebe, Fahrgestell und Karosserie bei einem Fachmann kann aufschlussreich sein und Sicherheit bieten.

TAGS: , ,

Kommentare geschlossen.